Abrüstung und Rüstungskontrolle an ausgewählten Beispielen (BA Aufbauseminar WSF-polw-7 und 8 und Magister Hauptseminar)

Inhalt

Technologische Entwicklungen spielen eine bedeutende Rolle für neue sicherheitspolitische Herausforderungen, die nach dem Ende des Kalten Kriegs erwachsen sind: Neue Kriegsbilder sind entstanden, neue Akteure hinzugetreten und Kriege scheinen für einige Regierungen wieder »salonfähig« geworden zu sein. Der Kalte Krieg hat enorme, einsetzbare Gefahrenpotenziale hinterlassen: Ca. 26.000 operative Atomsprengköpfe, über 70.000 Tonnen Giftgas und Millionen Tonnen herkömmlicher Munition und konventioneller Sprengköpfe. Die Zukunft überschüssigen Nuklearmaterials, potenzieller Bombenstoff für Nuklearterrorismus, ist ungelöst. Gleichzeitig verstärken die Entwicklung neuer Waffentypen, die Elektronisierung und Automatisierung des Gefechtsfeldes und die Steigerung der Präzision und Durchschlagskraft von Waffen erneut die Rüstungsdynamik. Vor diesem Hintergrund kommt Abrüstungs- und Rüstungskontrollmaßnahmen eine wachsende Bedeutung zu. Abrüstung und Rüstungskontrolle sind allerdings ohne die Kenntnis naturwissenschaftlich-technischer Expertise kaum möglich. Beispiele dafür sind die Verifikation aus dem Weltraum, die Frühwarnung vor nuklearen Testexplosionen, das Aufspüren von ABC-Waffen, die Detektion von Landminen oder Fragen zur Bewaffnung des Weltraums. Ziel des Seminars ist die Einarbeitung in Themen der naturwissenschaftlich-orientierten Friedensforschung zu Fragen von Abrüstung und Rüstungskontrolle. Anhand von ausgewählten Beispielen werden grundlegende Fragen der Abrüstung und Rüstungskontrolle behandelt und Konzepte für die präventive Rüstungskontrolle vorgestellt.

Dozent(en)

Termine

Organisatorisches

Voraussetzung für den Erwerb eines Teilnahmescheins ist die regelmäßige und aktive Teilnahme, die Bearbeitung der für die einzelnen Sitzungen zur Verfügung gestellten Materialien sowie die Übernahme eines Referates von 25-30 Minuten Dauer mit Handouts. Die Vorbesprechung findet am 04. April statt. Die Referatsthemen sind ab Mitte Januar im Internet abrufbar unter www.frieden.uni-kiel.de. Anmeldung ab sofort unter kronfeld@frieden.uni-kiel.de oder Tel.: 880-6332/6330. Arbeitsbereich Friedens- und Konfliktforschung am Institut für Sozialwissenschaften der Universität Kiel Breiter Weg 10, 24105 Kiel

Literatur

Literaturangaben in der Vorbesprechung und unter www.frieden.uni-kiel.de