Sommersemester 2017

Prof. Dr. Dirk Nabers

Masterseminar: Advanced International Relations: Theory, Method and Illustration (MR/IPIR-1; MR/IPIR-3, MR-4 [200303])

Inhalt

“Advanced IR theory” implies a repudiation of obsolete dichotomies such as idealism vs. realism, realism vs. institutionalism or realism and institutionalism vs. constructivism. By addressing philosophical perspectives, a reframed picture of IR metatheory will be developed in the first few sessions of the seminar. On that basis, the remainder of the seminar will look at substantial theorizing in IR through the previously elaborated metatheoretical lense. 
The seminar requires extensive reading, and the presentation of one topic per participant is expected in order to stimulate debates. 

Regular Time: Thursday 10:00 - 12:00

 

Organisatorisches

Session 1: Introduction, Organization 
11 April 2017 

Session 2: Brian Schmidt, On the History and Historiography of IR 
18 April 2017 

Schmidt, Brian (2002) On the History and Historiography of IR, in: Handbook of IR. 

Session 3: Jackson – Philosophy of Science and IR 
25 April 2017 

Jackson, Patrick Thaddeus (2011) The Conduct of Inquiry in International Relations, ch. 1 and 2. 

Session 4: Wendt – Critical Realism 
2 May 2017 

Wendt, Alexander (1999) Social Theory of International Politics, ch. 1 and 2. 

Session 5: Waltz – Analyticism 
9 May 2017 

Waltz, Kenneth (1979) Theory of International Politics, ch. 1 and 2. 

Session 6: Shapcott – Critical Theory/Reflexivity 
16 May 2017 

Shapcott, Richard (2001) Justice, Community and Dialogue in International Relations, Intro plus ch. 1 & 2. 

23 May 2017: No seminar 

Session 7: Nabers I – Beyond the philosophy of science 
30 May 2017 

Nabers, Dirk (2015) A Poststructuralist Discourse Theory, part. II. 

Session 8: Nabers II – Poststructuralism 
6 June 2017 

Nabers, Dirk (2015) A Poststructuralist Discourse Theory, part. III. 

13 June 2017: No seminar 

Session 9: Campbell – Threat, danger and foreign policy 
20 June 2017 

Campbell, David (1998) Writing Security, Intro and ch. 1 & 2. 

Session 10: Hansen 
27 June 2017 

Lene Hansen (2006) Security as Practice, part 1. 

Session 11: Fagan – Poststructuralist ethics 
4 July 2017 

Fagan, Madeleine (2013) Ethics and Politics after Poststructuralism, Intro plus ch. 1, 5 & 6. 

Session 12: Summary, critique 
11 July 2017

Masterseminar: Politische Konstitution des Sozialen II (WSF-soz-MA3 [200038])

Inhalt

Das Seminar führt über Begriffe und Theorien des Populismus in weiterführende Debatten der Politiksoziologie ein. Dabei soll Politiksoziologie als „politische Konstitution des Sozialen“ verstanden werden. In Teil 1 (WS 2016/17) sollen theoretische Diskussionen zum modernen Populismus aus politisch-diskurstheoretischer Perspektive geführt werden. In Teil 2 (SS 2017) werden illustrativ verschiedene populistische Bewegungen analysiert. Darüber hinaus wird nach der globalen Vernetzung vermeintlich populistischer Bewegungen gefragt.

Reguläre Zeit: Donnerstag 12:00 - 14:00

 

Organisatorisches

13.4.2017      Einführung, Organisation; Beitrag Marek Winkel

20.4.2017      Populismus in den Niederlanden

27.4.2017      Theoretische Strömungen (PR, Part I)

4.5.2017        Hegemonie (HSS, Kap. 2)

11.5.2017      Das Soziale (HSS, Kap. 3)

18.5.2017      Antagonismus, Subjektivität, Politik (RFS, Kap. 5)

25.5.2017      fällt aus

1.6.2017        Konstruktion des Volkes (PR, Part II)

8.6.2017        Populistische Variationen (PR, Part III): Jenzen

15.6.2017      fällt aus

22.6.2017      Populismus als Emanzipation (HSS, Kap. 4, RFS, Kap. 7)

29.6.2017      Auflösung der Apartheid (MPI, Kap. 5)

6.7.2017        Populistische Variationen (PR, Part III): Guhlke

13.7.2017      Zusammenfassung

 

 

Vorlesung: Qualitative Methoden der empirischen Sozialforschung (WSF-soz-M1 [200061 - für Politikwissenschaft!])

Inhalt

Die Vorlesung behandelt sowohl wissenschaftstheoretische Grundlagen, ontologische Positionen wie auch in einem letzten Schritt daraus ableitbare methodische Positionen. Dabei werden Einsichten in konstruktivistische und hermeneutische Methoden, Grundlagen der Ethnomethodologie, der qualitativen Inhaltsanalyse, Diskurstheorie und Diskursanalyse, Interviewforschung und Visualitätsanalyse präsentiert. An einigen Stellen werden Möglichkeiten der computergestützten Analyse qualitativer Daten diskutiert und angewendet. 

Reguläre Zeit: Mittwoch 10:00 - 12:00

 

Organisatorisches

12.4.2017 Einführung und Organisatorisches 

19.4.2017 Klassische wissenschaftstheoretische Positionen 

26.4.2017 Neuere Positionen: State of the Art 

3.5.2017 Paradigmatische Forschungsstile: Strauss, Goffman, Garfinkel, Geertz 

10.5.2017 Ethnomethodologie 

17.5.2017 Qualitative Interviews und Inhaltsanalyse 

24.5.2017 Keine Vorlesung 

31.5.2017 Annick Wibben: Gender Studies 

7.6.2017 Kritische Diskursanalyse und diskursive Psychologie 

14.6.2017 Keine Vorlesung 

21.6.2017 Politische Diskurstheorie und Lexikometrie 

5.7.2017 Visualitätsanalyse 

12.7.2017 Zusammenfassung 

19.7.2017 Klausur

Literatur

Flick, Uwe/Kardorff, Ernst von/Steinke, Ines (Hrsg.) 2015: Qualitative Forschung: Ein Handbuch. Reinbek: Rowohlt. 

Jackson, Patrick Thaddeus (2011) The Conduct of Inquiry in International Relations. London and New York: Routledge. 

Jørgensen, Marianne/Phillips, Louise 2002: Discourse Analysis as Theory and Method. Los Angeles et al.: Sage.

 

Kolloqium (WSF-soz-M8 [200034])

Inhalt

Im Kolloqium wird die Erstellung wissenschaftlicher Abschlußarbeiten begleitet. Studierende und auch Promovierende haben hier die Gelegenheit entweder ihre vollständige Arbeit vorzustellen, oder aber Thema und Vorgehen zu ihrer geplanten Arbeit vorzustellen, um konstruktives Feedback zu erhalten. Erwartet wird ein kurzer, mediengestützter Impulsvortrag, welcher den Status Quo der Arbeit darstellt. Auf dieser Basis werden erst die Kommilitonen und abschließend Prof. Dr. Nabers einen Kommentar abgeben. Es folgt eine offene Diskussion.

Reguläre Zeit: Donnerstag 14:00 - 16:00

Dr. Frank Stengel

Masterseminar: Globale Politische Soziologie (MR/IPIR-1; MR/IPIR-3; MR-4 [200301])

Inhalt

Kursbeschreibung:

In den Internationalen Beziehungen (IB) haben in den letzten Jahren zunehmend sogenannte soziologische Ansätze an Bedeutung gewonnen. Obwohl einige insbesondere jüngere IB-Forschende sich selbst dem Label Internationale Politische Soziologie (IPS) zuordnen würden, ist nach wie vor unklar, was genau eine Politische Soziologie der Welt oder des Globalen eigentlich genau inhaltlich sein soll. Bislang gilt IPS als ein loses Dach für Ansätze, die theoretische Ansätze und Konzepte aus Sozial- und Kulturtheorien für die Erklärung internationaler Politik nutzen (wie etwa soziale Praktiken, Genderkonzeptionen, Diskurse o.ä.), oftmals auf der Basis eines nicht szientistischen Verständnisses davon, was IB tun soll. Obwohl diese Erweiterung des Blinkwinkels zweifellos zahlreiche neue Erkenntnisse hervorgebracht hat, ist eine inhaltliche Auseinandersetzung mit der Breite theoretischer Zugänge der Soziologie bestenfalls partiell geblieben, abgesehen jedenfalls vom (Teil-)Import einzelner Theoretiker*innen (etwa poststrukturalistische oder feministische Ansätze oder Bourdieu). Das Ziel dieses Kurses ist, gemeinsam zu versuchen zu erarbeiten, wie eine tatsächliche Politische Soziologie des Globalen aussehen könnte. Hierzu versuchen wir, soziologische Ansätze und Theoretiker*innen (wie etwa Luhmann, Parsons, Blumer, Latour oder Weber) daraufhin abzuklopfen, ob sie neue Perspektiven auf globale Phänomene eröffnen. Im Zentrum stehen hierbei die Begrifflichkeiten des Politischen, der Soziologie und des Globalen/Internationalen.

Reguläre Zeit: Dienstag 14:00 - 16:00; WSP 2 R. 211

Literatur

Basaran, Tugba/Bigo, Didier/Guittet, Emmanuel-Pierre/Walker, R. B. J. (Hrsg.) 2016: International Political Sociology: Transversal Lines, London: Routledge.

Bauman, Zygmunt/May, Tim 2001: Thinking Sociologically, Oxford: Blackwell, Introduction.

Bigo, Didier/Walker, R. B. J. 2007: International, Political, Sociology, in: International Political Sociology 1: 1, 1-5.

Kaina, Viktoria/Römmele, Andrea 2009: Politische Soziologie und der leere Platz im Buchregal — Eine kurze Geschichte von Identitätssuche und Selbstbehauptung, in: Kaina, Viktoria/Römmele, Andrea (Hrsg.): Politische Soziologie, Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 7-15.

Masterseminar: Soziologische Theorien II (WSF-soz-MA2 [200039])

Inhalt

 

Reguläre Zeit: Donnerstag 16:00 - 18:00

Jan Zeemann, M.A.

Masterseminar: Mechanismen und Prozesse globalen sozialen Wandels (Soz-MA1 [20005])

Inhalt

Globaler Wandel - Bedeutung und Protest

Ob Klimaschutzbewegung, Occupy, Black Lives Matter oder Pulse of Europe – Protestbewegungen beeinflussen und verändern globale Politik. Soziale Bewegungen spielen heutzutage neben Staaten und Organisation auf der internationalen Ebene eine wichtige Rolle. Warum sind bestimmte Protestbewegungen erfolgreich?

Im ersten Teil des Kurses nähern wir uns sozialem Wandel über Begriffe aus der poststrukturalistischen Politiktheorie wie Macht und Identität, Diskurs und Subjekt; Universalismus und Partikularismus; Differenz und Äquivalenz, leere Signifikanten und vor allem Dislokation.

Nachdem wir diese theoretischen Grundlagen erarbeitet haben, untersuchen wir im zweiten Teil verschiedene Bewegungen, die für Wandel auf globaler oder transnationaler Ebene stehen. Besonderer Fokus soll dabei auf die diskursiven Praktiken gelegt werden. Wem gelingt es, seine Bedeutung als die dominante zu formulieren? Mit welchen Ideen und Begriffen mobilisiert man Massen? Wie müssen soziale Bewegungen agieren, damit sie Wandel herbeiführen können? Wer bestimmt, was denk- und sagbar ist?

Hinweis: Die Literatur ist fast ausschließlich in englischer Sprache.

Leistungskriterien: Die Form der Prüfungsleistung wird in der ersten Sitzung besprochen. Sie wird vom Umfang selbstverständlich vergleichbar mit dem Kurs von Herrn Schnell sein.

Reguläre Zeit: Mittwoch 14:00 - 16:00

Seminar: Politische Soziologie - Einführung (Soz-S2 [200008])

Inhalt

Inhalt

Glaubt man dem alltäglichen Mediendiskurs, ist Populismus überall. In Europa und auf der ganzen Welt entstehen populistische Parteien und Bewegungen und bedrohen die Demokratie, so der Tenor. Die Teilnehmer des Moduls versuchen, anhand der zahlreichen Literatur den Begriff Populismus zu definieren und anschließend mit der erarbeiteten Definition eigene Studien durchzuführen.

Es werden die verschiedenen, aktuell relevanten Ansätze und Definitionen vorgestellt und diskutiert. Populismus ist ein vages Konzept und wird in der akademischen Debatte gleichzeitig als Bewegung, als Strategie, als Diskurs, als Ideologie oder als politischer Stil verstanden. Hier werden die Gemeinsamkeiten, Unterschiede, Schwächen und Stärken der entsprechenden Ansätze diskutiert.

Hinweis

Die Literatur ist fast ausschließlich in englischer Sprache.

Voraussetzungen

Die Teilnahmevoraussetzungen werden in der ersten Sitzung besprochen.
Anmeldung über OLAT in der Zeit vom 26. 3. 2017 (18.00 Uhr) bis 7. 4. 2017 (23.59 Uhr).

Reguläre Zeit: Donnerstag 12:00 - 14:00