Wintersemester 2017/18

Prof. Dr. Dirk Nabers

Orientierungsvorlesung (Soz-MA1) (200162)

Inhalt

Montags: 18-20

Politiksoziologie I (Soz-MA3) (200172)

Inhalt

Das zweiteilige Seminar versteht sich als dezidiert forschungsorientiert. Im ersten Semester werden anhand von Leitfragen Probleme der politischen Konstitution des Sozialen diskutiert. Wie ist unsere Gesellschaft ökonomisch organisiert? Wie kommt es, dass es einigen Menschen besser geht als anderen? Wie kann Armut beendet werden? Welche Rolle spielt Religion im gesellschaftlichen Leben? Gehören Sklaverei und Kolonialismus der Vergangenheit an? Ist eine globale Gesellschaft ohne Kriege denkbar? Diese und andere Fragen werden zunächst in kurzen Input-Referaten diskutiert, um daraus weitergehende Forschungsfragen und schließlich individuelle Forschungsprojekte zu entwickeln. Als Grundlage dient der von Jenny Edkins und Maja Zehfuss herausgegebene Band Global Politics: A New Introduction (London und New York: Routledge, 2. Auflage 2014), aus denen sich Kurzbeiträge einzelner SeminarteilnehmerInnen speisen. Die Lektüre jedes einzelnen Kapitels ist für die Mitarbeit im Seminar zwingend notwendig. Darüber hinaus bietet jedes Kapitel Literaturhinweise für eine tiefere, forschungsorientierte Beschäftigung mit dem Thema.

Dienstags: 10-12

Seminarplan

24.10.2017
Welche Rolle spielt Sprache beim Nachdenken über Politik und Gesellschaft? Was passiert, wenn wir die Natur nicht als selbstverständlich annehmen?

07.11.2017
Können wir unseren Planeten retten? Wer glauben wir zu sein?

14.11.2017
Welche Rolle spielt Religion in der Politik? Warum gehorchen wir (nicht)?

21.11.2017
Wie finden wir heraus, was auf der Welt passiert? In welcher Weise verändert das Internet unser Leben?

28.11.2017
Warum ist die Freizügigkeit der Menschen beschränkt? Warum ist die Welt territorial aufgeteilt?

05.12.2017
Wie kommt es, dass Menschen sich mit Nationen identifizieren? Funktioniert der Nationalstaat?

12.12.2017
Ist Demokratie eine gute Idee? Gehören Kolonialismus und Sklaverei der Vergangenheit an?

19.12.2017
Wie funktioniert Kolonialismus? Wie ist die Welt wirtschaftlich organsiert?

09.01.2018
Ist die Finanzkrise zum Teil unseres täglichen Lebens geworden? Warum geht es einigen Menschen besser als anderen?

16.01.2018
Wie kann Armut beendet werden? Wie kommt es, dass einige Menschen denken, sie wüssten, was gut für andere ist?

23.01.2018
Wie kommt es, dass Politik sich in Gewalt verwandelt? Was ist Gewalt?

30.01.2018
Was macht die Welt gefährlich? Was können wir tun, damit Menschen nicht mehr andere Menschen verletzen?

06.02.2018
Was kann jede(r) Einzelne tun, um die Welt zu verändern? Zusammenfassung und Kritik

Masterseminar: Identity and Subjectivity in Global Politics (Module: MR-3, MR-4 und IPIR-3) (200079)

Inhalt

Identity and subjectivity play an increasingly important role in world politics, be it in national, religious, security, environmental or economic discourses. The seminar will introduce some of the most important philosophical and sociological discussions on identity and difference. It will also critically reflect widely discussed International Relations (IR) theory work on identity, while part three will debate identity issues in global politics. Among others, European, Asian and particular foreign policy identities will be focused here. Requirements: oral presentation & research paper (due March 31, 2017).

Regular time: Tuesday 12-14

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Itinerary:

PART I: Concepts

Session 1, October 24, 2017
Organization, introduction

Session 2, November 7, 2017
Identity: Different concepts

Wendt, Alexander (1999) Social Theory of International Politics. Cambridge: CUP, pp. 224-233.

Session 3, November 14, 2017
Identity and difference (Heidegger)

Heidegger, Martin (1969) Identity and Difference. Chicago and London: The University of Chicago Press, pp. 23-41.

Session 4, November 21, 2017
Antagonism and hegemony

Laclau, Ernesto/Mouffe, Chantal (1985, 2001) Hegemony and Socialist Strategy. Towards a Radical Democratic Politics. London: Verso, part 3.

Session 5, November 28, 2017
Subjectivity

Foucault, Michel (1982) “The Subject and Power”, Critical Inquiry 8 (4), pp. 777-795.

PART II: Cases

Session 6, December 5, 2017
Identity in in US foreign policy

Literature to be discussed with professor

Session 7, December 12, 2017
Identity in German foreign policy

Literature to be discussed with professor

Session 8, December 19, 2017
Identity in postcolonial IR

Literature to be discussed with professor

Session 9, January 9, 2018
Identity in feminist IR

Literature to be discussed with professor

Session 10, January 16, 2018
Identity in the European Union

Literature to be discussed with professor

Session 11, January 23, 2018
Identity in East Asia

Literature to be discussed with professor

Session 12, January 30, 2018
Identity and populism

Literature to be discussed with professor

Session 13, February 6, 2018
Summary, conclusions, critique

Vorlesung: Internationale Beziehungen (Modul: WSF-polw-4) (200012)

Inhalt

Die Vorlesung führt in die grundlegenden Theorien und Debatten der Internationalen Beziehungen (IB) ein. Dabei wird davon ausgegangen, dass Theorien sowohl Voraussetzung als auch Ergebnis sozialwissenschaftlicher Forschung sind. Es werden klassische Großtheorien ebenso behandelt wie kontemporäre Diskussionen. Die theoretischen Begriffe werden dabei immer wieder an aktuellen Beispielen aus den internationalen Beziehungen diskutiert, illustriert, plausibilisiert und aus alternativen Denkrichtungen kritisiert. Wichtige Werke werden in der Vorlesung genannt. Als gute Einführung in die einzelnen Sitzungen wird folgendes Werk empfohlen:

Dunne, Tim/Kurki, Milja/Smith, Steve (Hrsg.) 2007/2009: International Relations Theories. Discipline and Diversity. Oxford: Oxford University Press (oder eine der neueren Ausgaben).

Mittwochs: 10-12

Einführung in die Soziologie (BA (Soz-GM1)) (200099)

Inhalt

Vorlesung, 2 SWS, benoteter Schein, ECTS-Studium, ECTS-Credits: 4
Zeit und Ort: Do 16:15 - 17:45, CAP2 - Frederik-Paulsen-Hörsaal (außer Do 9.11.2017, Do 18.1.2018, Do 1.2.2018); Einzeltermine am 9.11.2017, 18.1.2018, 1.2.2018 16:15 - 17:45, OHP5 - [Chemie I]
vom 26.10.2017 bis zum 1.2.2018
1. Prüfungstermin (Klausur am Ende der Vorlesungszeit eines Semesters): 8.2.2018, 16:00 - 18:00 Uhr
2. Prüfungstermin (Klausur zu Beginn der Vorlesungszeit des Folgesemesters): 29.3.2018, 16:00 - 18:00 Uhr
Bemerkung zu Zeit und Ort: Achtung: wegen interner Veranstaltungen Ausweichraum am 9.11.2017, 18.01.2018 und 01.02.2018!

Dr. Frank Stengel

Aufbauseminar: Critical Security Studies (WSF-polw-7 und 8) (200018)

Inhalt

The seminar addresses in detail the various approaches to the study of security within International Relations commonly referred to as Critical Security Studies (CSS). CSS refers to a broad range of different that evolved mainly from a joint criticism of Cold-War strategic studies with its narrow focus on states’ security, military threats and military means of safeguarding security. Along the lines of Max Horkheimer’s famous distinction between traditional and critical theory, beginning in the late 1980s and early 1990s, proponents of feminism, postcolonialism, poststructuralism and the Frankfurt School, among others, challenged the epistemological and ontological assumptions of “mainstream” security (strategic) studies (mainly the claim to objectivity) and problematized the role also of researchers in the reproduction of certain ways to see the world (for instance, to see certain problems or subjects as security matters as opposed to something else) and potentially ethically problematic consequences these might entail. The course will shed light both, on the sources of criticism of objectivist IR theory and security studies (much of which still applies today) as well as discuss examples for what substantive (“empirical”) research could look like from a critical perspective. The course is addressed to advances BA students. Prior basic knowledge about IR theory is highly recommended. The course will be offered in the English language.

Introductory Literature:

Browning, Christopher S. and Matt McDonald (2013) ‘The Future of Critical Security Studies: Ethics and the Politics of Security’, European Journal of International Relations 19(2): 235-55.

Regular Time: Tuesday 12-14

Theorienseminar I (Soz-MA2-1) (200201)

Inhalt

Was macht es möglich, von so etwas wie der Gesellschaft zu sprechen? Wie werden Handlungen beeinflusst dadurch, dass Menschen nicht in Isolation leben, sondern in wechselseitigen Abhängigkeitsverhältnissen (sozialen Strukturen, Diskursen usw.) stecken? Das Ziel des Moduls Soziologische Theorie ist es, sich mit verschiedenen aktuellen theoretischen Ansätzen der Soziologie sowohl auf theoretischer Ebene kritisch auseinanderzusetzen als auch ausgewählte Ansätze im Rahmen einer Hausarbeit in der empirischen Anwendung auf ihre Erklärungskraft hin zu „auszutesten“. Soziologische Theorie I und II bauen aufeinander auf. Im ersten Semester werden verschiedene theoretische Ansätze erörtert, im zweiten Semester werden individuelle Hausarbeitsprojekte in der Form eines Forschungsseminars diskutiert. Das übergreifende Ziel des Seminars ist es, ein Gefühl dafür zu entwickeln, ob und inwieweit verschiedene Ansätze tatsächlich hilfreich sind, unterschiedliche soziale Phänomene besser zu verstehen.

Donnerstag 14-16

Jan Zeemann, M.A.

Allgemeine Soziologie (Soz-G2) (200095)