Räume und Regionen in der Internationalen Politik (Spezielle Soziologie)

Inhalt

Als eine politikwissenschaftliche Teildisziplin, die in ihren Grundannahmen eindeutig von der räumlichen Dimension einer territorial-souveränen Staatenwelt dominiert wird, sieht sich die Lehre von der Internationalen Politik/ den Internationalen Beziehungen (IB) zunehmend mit dem Bedeutungszuwachs der Region konfrontiert. So wird bspw. dem „asiatisch-pazifischen“ Raum ein Ringen um die Vorherrschaft attestiert, Südamerika als eine „Region des negativen Friedens“ bezeichnet oder vom Aufstieg „(Neuer) Regionaler Führungsmächte“ gesprochen. „Regionen“ als räumliche Einheiten zu betrachten, die sich aus mehr als einem Territorialstaat zusammensetzen, jedoch weiterhin eine Sub-Einheit der globalen Ebene bilden, bestätigen das dominante Schema der IB-Disziplin: Räumliche Interaktionsformen sind nahezu zwangsläufig im Rahmen einer souveränen Staatenwelt zu denken. Das Seminar führt zunächst in die Grundbegriffe der Regionen-Debatte in den IB ein, die sich überwiegend um das Begriffspaar „Regionalisierung / Regionalismus“ herausbildet und inzwischen die engeren disziplinären Grenzen dieses politikwissenschaftlichen Teilgebiets sprengt. Vor allem soll Wert auf jüngere Entwicklungen gelegt werden, die zunehmend eine Problematisierung der gängigen Schemata (Kontinente und Weltregionen) anstreben, um darauf basierend analytische Perspektiven zu formulieren, die den (identitäts-)politischen Aspekt in allen Raum- und Regionalbegriffen in den Blickpunkt rücken.

Termine

Organisatorisches

Anforderungen: Regelmäßige Teilnahme, die Übernahme eines Referats und das Verfassen einer Hausarbeit Anmeldung ab dem 4. Oktober 2011 im Sekretariat (Zi. 04.08). Eine Anmeldung per E-Mail ist NICHT möglich!

Literatur

Basisliteratur: Buzan, Barry; Wæver, Ole (2003): Regions and Powers: The Structure of International Security, Cambridge et al.: Cambridge University Press.