Politiksoziologie I: Globalisierung, Gesellschaft und Staatlichkeit im Wandel

Inhalt

Politiksoziologie oder Politische Soziologie befasst sich mit dem Verhältnis von Staat und Gesellschaft und untersucht hierbei insbesondere Fragen von Macht und Herrschaft. Dieser Kurs untersucht, wie sich eben dieses Verhältnis im Rahmen der Globalisierung verändert. Globalisierung beschreibt – vereinfacht formuliert – das Zusammenwachsen verschiedener vormals relativ getrennter nationaler Gesellschaften. Im Zuge der Globalisierung findet immer mehr Austausch (wirtschaftlicher Austausch, Kommunikation usw.) über Grenzen hinweg statt (deshalb auch gesellschaftliche Denationalisierung genannt), und das, so zumindest die einhellige Meinung, verlieren die individuellen Nationalstaaten an Steuerungsfähigkeit, etwa in der Wirtschaftspolitik. Das Verhältnis zwischen Staat und Gesellschaft(en) verändert sich also. Im Rahmen dieses Kurses werden verschiedene Aspekte (was bedeutet Globalisierung etwa für die Legitimierung demokratischer Herrschaft? Ist Globalisierung ein rein westliches Problem? usw.) des Verhältnisses von Gesellschaft und Staat näher beleuchtet.

Dozent(en)

Termine

Organisatorisches

Anmeldung über OLAT in der Zeit vom 6. - 20. Oktober 2015.

Literatur

Baumann, R./Stengel, F.A. (2014) Foreign policy analysis, globalisation and non-state actors: State-centric after all? Journal of International Relations and Development 17(4): 489-521. Genschel, P./Zangl, B. (2008) Metamorphosen des Staates — vom Herrschaftsmonopolisten zum Herrschaftsmanager, Leviathan 36(3): 430-54. Kaina, V./Römmele, A. (2009) Politische Soziologie und der leere Platz im Buchregal — Eine kurze Geschichte von Identitätssuche und Selbstbehauptung. In dies. (Hrsg.) Politische Soziologie, Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 7-15.